Ich habe einen Bogen gespannt



Liebe Gemeindeglieder



Ein Topf voller Gold am Ende des Regenbogens?

Ein Topf voller Gold am Ende des Regenbogens?


in einer irischen Sage heißt es, dass man am Ende eines Regenbogens einen Topf mit Gold finden kann.
 
Ein verborgener Schatz, den man nur lange genug suchen muss? Als Kind habe ich mich darum immer gefreut, wenn ich einen Regenbogen sah.
 
Er war schön anzusehen in seiner Farbenpracht und er verhieß ein Ende des Regens. Und je näher sein Anfang oder sein Ende war, desto mehr dachte ich, vielleicht sollte ich mich auf die Suche nach dem Topf voll Gold machen.
 
Natürlich habe ich nie einen gefunden. Das Ende des Regenbogens traf nie auf die Erde.Wobei ich zugeben muss, auch nie richtig gesucht zu haben. Später las ich die Geschichte vom Regenbogen, den Gott nach der Sintflut als Zeichen seines Friedens in den Himmel setzte. So spricht Gott im 1. Buch Mose Kapitel 9:
 
13Einen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 14Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. 15Als dann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme.“
 
Ein Bild dafür, dass Gott für alle Zeit zu uns Menschen stehen wird und sich nicht mehr von uns Menschen abwenden will. Am Ende des Regenbogens wird kein Topf voll Gold verheißen, der Regenbogen selbst ist der Schatz. In der Schönheit seiner Farben, mitten im Regen scheint die Gewissheit hindurch, dass Gott immer seine Liebe und seine Geborgenheit für uns bereithält.
 
Der Schatz ist nicht am Ende des Bogens versteckt, der verborgene Schatz ist die Zusage von Gottes Treue selbst, die weit mehr ist, als man sich mit Gold kaufen kann. Gott tröstet uns in schweren Zeiten, er sorgt sich um uns, wenn wir einsam sind und er schenkt uns Zeiten der Freude und der Fröhlichkeit.
 
Das ist der verborgene Schatz, der nicht am Ende des Regenbogens sondern im Zeichen des Regenbogens selbst liegt. Diesen Schatz können wir stets erfahren und die Farben des Bogens erinnern uns daran, wann immer wir ihn sehen.


 
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit und grüße Sie herzlich
 
Ihr
Pfarrer
Gerd Mohr


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